Details der Büroplanung: Bürostuhl, Schreibtisch, Bildschirmabstand.

Nach der Beschäftigung mit Raumplanung, Lichtkonzept, der stimmigen Auswahl von Farben, Vorhängen und allem anderen, was das Arbeiten schöner macht, soll nicht vergessen sein: am Ende verbringen Ihre Mitarbeiter den größten Teil ihres Arbeitstages – egal ob in Kanzlei, Praxis oder Agentur – auf einem Stuhl an einem Tisch. Bürostuhl und Schreibtisch gebührt damit eine zentrale Rolle beim Thema Büroeinrichtung. Und man sollte auch hier nicht an Gedanken, Recherche und Planung sparen.

Denn ob die Gesamtkomposition aus Bildschirmneigung, Schreibtischtiefe und Bürostuhleigenschaften Rückenschmerzen bereitet oder nicht, hat einen schwerwiegenden Einfluss auf die Gesundheit und Leistungsfähigkeit ihrer Mitarbeiter. Und so große Folgen für das Gesundheitssystem, dass es eine Reihe von gesetzlichen Vorschriften für Arbeitsplätze gibt. 

Gesetzliche Vorschriften – Schreibtische.

Die Mindestfläche für Schreibtische ist z. B. mit 1,28 m2 gesetzlich festgelegt. Diese gilt gleichermaßen für Bildschirmarbeitsplätze wie auch für Büroarbeitsplätze ohne Bildschirm. Die Tischtiefe bei Bildschirmarbeitsplätzen ist einerseits abhängig von der Größe des Bildschirms und andererseits vom Abstand des Betrachters zum Bildschirm. Hier gilt folgende Faustregel: Bei 17-Zoll-Monitoren sollte der Abstand 70 cm betragen, bei 19-Zoll-Monitoren 80 cm und bei 21-Zoll-Monitoren mehr als 80 cm. Übrigens: Wählen Sie unbedingt eine blendfreie 
Tischoberfläche. Und stimmen Sie Ihr Beleuchtungskonzept auf die Bildschirmarbeitsplätze ab. 

Der geheime Held im Büro: der richtige Bürostuhl. 

Die Wahl der Bürostühle entscheidet ganz wesentlich über die Rückengesundheit und die Leistungsfähigkeit Ihrer Mitarbeiter. Was den Unterschied macht, ist auf den ersten Blick nicht unbedingt zu entdecken. Was Sie grundsätzlich beachten sollten: dass sich Sitzhöhe, Sitztiefe und -fläche sowie Rücken- und Armlehnen einstellen und damit an den jeweiligen Mitarbeiter anpassen lassen.  Zur Auswahl von Bürostühlen gibt es eigene ausführliche Seiten. Hier eine Übersicht über die wichtigsten Merkmale, die Sie dabei beachten sollten.

  • Bürostühle müssen die Anforderungen der DIN 4551 erfüllen (GS-Zeichen)
  • Der Verstellbereich der Sitzhöhe sollte über die geforderte Norm (380-530 mm) hinausgehen
  • Damit die Sitzfläche korrekt eingestellt werden kann, muss die Sitztiefe um mindestens 100 mm verstellbar sein.
  • Der Sitz sollte nicht nach hinten hochgezogen sein.
  • Die Vorderkante des Sitzes sollte abgerundet und weich sein. 
  • Die Sitzpolster wiederum dürfen nicht zu weich sein.
  • Die Rückenlehne muss höhenverstellbar sein. 
  • Eine zusätzliche Höhenverstellung der Lordosenstütze ist empfehlenswert.
  • Der Bürostuhl muss eine Bewegungsmechanik haben. 
  • Armlehnen müssen höhenverstellbar sein und bestenfalls auch in der Breite angepasst werden können.

Außerdem hilfreich:

  • Suchen Sie die Rollen passend zur Härte des Fußbodens aus. (Harte Rollen für weiche Böden, wie zum Beispiel Teppichböden, weiche Rollen für harte Böden wie zum Beispiel Parkett, Stein oder Linoleum.)
  • Bezüge und Polsterung sollten sich angenehm anfühlen und leicht zu pflegen sein.
  • Abnehmbare Bezüge oder austauschbare Polster können später leichter gereinigt und kostengünstiger ausgetauscht werden.

Ganz wichtig: Der beste Bürostuhl ist nur der gut bei fachgerechtem Einsatz. Lassen Sie Ihre Mitarbeiter durch geschultes Personal in die Möglichkeiten der neuen Bürostühle einweisen.