Büroplanung professionell.
Was beachten?
 

Büromöbel, Flächeneffizienz, gesetzliche Normen – aber auch Design, Farben, Stoffe und Licht. Bei der Einrichtung von Büroflächen gibt es vieles zu beachten, aber auch viele attraktive Gestaltungsmöglichkeiten. Wie teilen Sie die Flächen optimal auf? Wie möchten Sie Ihre Kunden empfangen? Welche Einrichtung unterstützt die Markenbotschaft Ihres Unternehmens? Erfahren Sie nachfolgend alles Wichtige über die grundlegenden Leitlinien professioneller Büroplanung. Und lassen Sie sich inspirieren von einer Fülle von Informationen rund um die Themen Flächenplanung, Farben, Licht und Akustik, Designkonzept sowie Arbeitsplatz. 
Wir wünschen Ihnen viel Spaß!

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Einzelbüros im Großraumbüro – offen aber abgegrenzt.

Kernstück der Büroplanung: das Raumkonzept.

Großraum- oder Einzelbüro, Konferenz- und Empfangsbereich – mit der Planung der Flächen schaffen Sie wichtige Rahmenbedingungen für die Arbeitsabläufe in Ihrem Unternehmen. Ein durchdachtes Raumkonzept fördert konzentriertes Arbeiten genauso wie eine gelungene Kooperation unter Ihren Mitarbeitern. Die Raumplanung sollte sich deshalb unbedingt am Workflow in Ihrem Unternehmen orientieren. 

Effiziente Büroplanung – Workflows berücksichtigen.

Beliebtester Fehler bei der Verteilung der Flächen ist nach wie vor: Platzsparen steht im Fokus. Der Wunsch nach effizienter Flächennutzung führt übrigens besonders häufig zu Großraumlösungen. Richtig durchdacht, haben Großraumbüros aber durchaus ihre Vorteile. Wir empfehlen: Bevor Sie Raumkonzept und Arbeitsplätze planen, nehmen Sie sich ein Organigramm ihrer Mitarbeiter und überreißen Sie grob die jeweiligen Aufgabenfelder. 

Großraumbüros funktional planen – Telefonzelle und Glaskubus.

Welche Mitarbeiter müssen beispielsweise konzentriert und ungestört arbeiten können? Und zu wieviel Prozent ihrer Arbeitszeit ungefähr – denn auch in Großraumbüros z. B. lassen sich Arbeitsplätze einrichten, in die sich Mitarbeiter für konzentriertes Arbeiten zurückziehen können. Besonders schick: der schallgedämmte Glaskubus. Ebenso schön wie funktional: die sogenannte Telefonzelle. Eine Raumelement aus Glas und Farbe, wahlweise mit Tisch und Sitzmöglichkeit. Ein Ort, an dem Mitarbeiter auch mal länger und lebhafter telefonieren können.

Schnelle Absprachen oder Brainstorm? Raum für Begegnung.

In welchen Teams gibt es die Notwendigkeit regelmäßiger Absprachen? Sind Absprachen vor allem organisatorisch und in wenigen Minuten zu erledigen, bietet sich die Einrichtung kleiner Begegnungsinseln an, in denen solches z. B. auch im Stehen erledigt werden kann. Oder gehören Brainstorms zum Arbeitsalltag, oder konzentrierte Fallbesprechungen? Und wenn ja – brauchen Ihre Mitarbeiter dafür eher bequeme Besprechungsecken oder große Konferenzräume mit der kompletten technischen Ausrüstung vom Beamer bis zur Verdunklung?

Chefzimmer oder Teamarbeitsplatz – Führungskultur gestalten.

Wie ist Ihre betriebsinterne Führungskultur? Ist Distanz zwischen Führung und Mitarbeitern in ihrer Branche üblich und förderlich? Oder möchten Sie schnelle Abstimmungen und mehr Augenhöhe erreichen durch räumliche Nähe und eine transparente Gestaltung der Arbeitsplätze. Wenn es mehrere hierarchische Ebenen gibt, empfehlen sich vielleicht Einzelbüros für Führungskräfte, die eher strategisch arbeiten, und locker abgegrenzte Arbeitsplätze im Großraumbüro für Teamleiter.

Bei der Büroplanung bedenken: Pausenzeit ist Arbeitszeit.

Die Arbeit Ihrer Mitarbeiter beinhaltet kreative, schöpferische oder anspruchsvolle Denkleistungen? Oder: es werden regelmäßig Überstunden gemacht? Investieren Sie in einladende Ruhezonen. Power-Nap und Yogamatte gewinnen immer mehr Fans auch jenseits esoterischer Kreise – nicht zuletzt dank der Ergebnisse der Gehirnforschung. A apropos Gehirnforschung – die Kreativitäts-Wissenschaft weiß: Lösungen für komplexe Probleme fallen Ihren Mitarbeitern ein, sobald sie sich entspannen. Hilfreich dabei sind übrigens völlig fachfremde Anregungen. Inspiration für Sie: Sorgen Sie im Pausenraum neben Pflanzen für stetig wechselnde Coffee-table-Bücher. Oder schaffen Sie kleine Bibliotheken – mit Zeitschriften und Bildbänden aus Kunst, Technik und Wissenschaft.

Pausenraum als Begegnungszone.

Durchdachte Büroplanung fördert Kooperation statt Konflikte.

Bedenken Sie: Die schönste Farbe und die bequemsten Bürostühle retten kein fehlerhaftes Raumkonzept. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit für die Planung Ihrer Büroflächen und gehen Sie Arbeitsabläufe detailgenau in der Vorstellung durch. Ein falsch platzierter Kopierer, ein isoliert sitzendes Teammitglied, ein lebhaft telefonierender Kundenberater neben einem konzentrierten Sachbearbeiter – das hat schon viel Streit und Arbeitsleistung gekostet. Klopfen Sie Ihr Raumkonzept vor der Umsetzung auf mögliche Konfliktquellen ab und schalten Sie diese gleich im Vorhinein durch eine durchdachte Flächenplanung aus.

Repräsentativ aber freundlich – die Rezeption.

Kunden zu Gast – wichtiger Auftritt für Ihr Unternehmen.

Altarraum, Thronsaal, Empfangssalon – Räume wurden seit jeher auch genutzt, um Besucher zu beeindrucken. Kunstvoll und trickreich wurden Gästen dabei häufig auch bestimmte Rollen zugewiesen.
Kleine Anekdote: Die Länge der so anmutig in den Himmel aufsteigenden Treppen süditalienischer Barockkirchen hatte neben der ästhetischen auch eine ganz praktische Funktion. Oben angekommen war der Gläubige – körperlich geschwächt durch den Anstieg – in der besten Verfassung, die eigene Ohnmacht und Schwäche im Angesicht göttlicher Allmacht zu empfinden. 

Heutzutage sind Serviceorientierung und Augenhöhe en vogue. Der Kunde ist König oder zumindest möchte man ihm zeigen, dass man ihm gut zuhören und auf seine Bedürfnisse eingehen kann. Was bedeutet das für die Planung der Räume, in denen Sie Ihre Kunden empfangen? Betreten Sie Ihr neues Büro gedanklich aus Kundensicht. Zu welchen Räumen werden Kunden Zugang haben? Welchen Eindruck möchten Sie dort erzeugen? Was später beim Designkonzept eine große Rolle spielt, sollte bei der Raumplanung schon mitgedacht werden: Wo sollen Empfangsräume liegen, wie groß sind sie idealerweise, passieren Kunden das gesamte Büro? Das muss dann bei der Gestaltung der Büros mitgedacht werden. In welcher Umgebung sollen Ihre Kunden gegebenenfalls warten?

Übrigens: Räume sprechen natürlich nicht nur zu Ihren Kunden. Sondern auch zu Ihren Mitarbeitern. Es ist schön, wenn Ihre Räume eine klare Identität haben und sich Ihre Markenwerte darin widerspiegeln. Ihre Mitarbeiter werden sich nicht nur wohlfühlen, sondern auch stärker mit dem Unternehmen identifizieren. Es ist gut, stolz zu sein auf das Unternehmen, für das man arbeitet. Mehr dazu unter Designkonzept und Unternehmenskultur. 
 

Büroplanung – Gesetzliche Vorgaben.

Eine Mindestgröße der Räume ist gesetzlich nicht vorgeschrieben, es gibt aber folgende Empfehlungen:

  • Kleinraumbüros: 8–10 m² pro Arbeitsplatz 
  • Großraumbüros: 12–15 m² pro Arbeitsplatz 

Gesetzliche Vorschriften für Raumhöhen:

  • Raumgröße bis 50 Quadratmeter:Raumhöhe mindestens 2,50 m
  • Raumgröße über 50 Quadratmeter: Raumhöhe mindestens 2,75 m
  • Raumgröße über 100 Quadratmeter: Raumhöhe mindestens 3,00 m
Stilvolle Begegnungsinsel.
Glaskubus - elegante Transparenz für konzentriertes Arbeiten

Büroplanung – Gesetzliche Vorgaben für Verkehrswege zum Arbeitsplatz.

  • für 1 Mitarbeiter: 60 cm breiter Zugang
  • für 2–5 Mitarbeiter: 87,5 cm breiter Zugang
  • für 6–20 Mitarbeiter: 100 cm breiter Zugang
  • für 21–100 Mitarbeiter: 120 cm breiter Zugang
  • für 101–300 Mitarbeiter: 180 cm breiter Zugang
  • ab 300 Mitarbeiter: 240 cm breiter Zugang
     

Herzstück Büroplanung: Licht, Farbe, Akustik.


Farben-, Design- und Lichtkonzepte gelten vielen Menschen als Luxus, Deko oder Zierrat bei der Inneneinrichtung. Etwas, das man sich leisten darf, wenn man es sich leisten kann. Dabei haben Design, Farben und die Lichtgestaltung eine nicht zu unterschätzende Wirkung auf Mitarbeiter wie Kunden. Und: Warum Büros einfach „irgendwie“ einrichten, wenn schön nicht unbedingt teurer, sondern nur mit Geschmack und Bedacht ausgesucht und zusammengestellt ist?

Licht und Farbe in der Büroplanung.

Farben in der Büroplanung gezielt einsetzen.

Farben sind die wohl stärksten Player in der Innenraumgestaltung. Ein rot akzentuierter Raum, eine blaue Wand – durch Farben können Sie Räume vergrößern oder verkleinern. Mit Farben versenden Sie aber auch gleichzeitig nonverbale Botschaften, und Farben haben darüber hinaus psychische Wirkungen, die Sie gezielt in Ihr Farbkonzept integrieren können. 

Farbe verändert die Raumwirkung.

Ob zu klein, zu groß, zu hoch, zu niedrig – mit einem geschickten Farbkonzept können Sie die Wirkung Ihrer Räume gezielt verändern. Wirkt das Büro bedrückend klein? Helle Farben lassen den Raum größer erscheinen. Kühle Farbtöne verstärken übrigens den Effekt. Wände gestrichen in warmen Farben, rücken gefühlt auf den Betrachter zu. Ist der Raum sehr hoch? Bleiben Sie bei hellen Wänden, aber wählen Sie für die Decke eine dunklere Farbe. Optisch erscheint sie dann niedriger. Bei niedrigen Decken drehen Sie das Prinzip einfach um und streichen die Decke auf jeden Fall heller als die Wände. Damit erweitern Sie den Raum nach oben. Grundsätzlich gilt: Farbe zieht den Blick an und verleiht dem Raum Struktur. Große, luftige Räume vertragen kräftige Farben. 

Die Botschaft von Farben in der Büroplanung nutzen.

Farben wirken auf zweierlei Weisen. Symbolisch, als nonverbale intuitiv verstandene Botschaften, und psychisch, indem sie uns in bestimmte Stimmungen versetzen. Rot wie die Sünde, Weiß wie die Unschuld, schwarz wie der Tod – traditionell verknüpfen wir Farben mit bestimmten Eigenschaften, verstehen sie als Botschaften. Die Bedeutungen sind kulturell gelernt. In Asien z. B. gilt weiß als die Farbe der Trauer. Überall, wo es darum geht, die eigene Wirkung auf andere zu optimieren, bedienen sich Menschen intuitiv eines kulturell geprägten Farbcodes. Mit einem roten Kleid erscheint man in der Regel nicht zufällig im Büro. Blau – das wir mit Sachlichkeit und Seriosität verbinden – dominiert die Farbe von Anzügen. Auch im Raumdesign können Sie mittels Farben nonverbal mit Kunden und Mitarbeitern kommunizieren. 

Rot z. B. erzeugt Aufmerksamkeit. In China gilt es als Glücksfarbe. Es ist die Farbe des Blutes, des Herzens, der Liebe, des Lebens. Rot wird mit Mut, Kraft, Leidenschaft und Dynamik in Verbindung gebracht und deshalb manchmal auch als dominant empfunden. Rote Elemente im Bereich des Empfangs z. B. vermitteln Ihren Kunden, dass es sich bei Ihrer Firma um ein dynamisches, leistungsorientiertes Unternehmen mit viel Power und Leidenschaft handelt. Blau ist die Lieblingsfarbe in Anwaltskanzleien. Es wird mit Sachlichkeit, Seriosität, Autorität und Vertrauenswürdigkeit in Verbindung gebracht. 

Wo man betonen möchte, dass einem Kunden und Klienten ganz besonders willkommen sind und sich auf Herzlichkeit und Wärme einstellen können, wird häufig Orange gewählt. Es steht für Energie, Freude und Wärme und wird als einladend, jung und fröhlich verstanden. Ähnlich übrigens wie Gelb, die heitere Farbe der Glücklichen und Optimisten. Grün – die Naturfarbe – erinnert uns an Wälder und Wiesen und wird mit Lebendigkeit und Natürlichkeit assoziiert. Während Violett z. B. mit Phantasie, Individualität und Originalität in Verbindung gebracht wird. 
 

Akustik im Konferenzraum.
Büroplanung und Akustik.

Die psychologische Wirkung von Farben.

Farben erzeugen Stimmungen, Gefühle - regen an oder entspannen. Wissenschaftler sagen, in der psychischen Farbwahrnehmung gebe es keine großen individuellen Unterschiede. Niemand empfinde beispielsweise Rot als kalt. Die psychologische Wirkung von Farben soll in Amerika entdeckt worden sein. Während des zweiten Weltkriegs arbeiteten dort viele Frauen in der Rüstungsindustrie. Sie litten unter den dunklen, schmutzigen Fußböden der Produktionshallen. Die grauen Maschinen und die kalkweißen Wände waren ihnen besonders unbehaglich. Die Folge: Fehlschichten und Ausschuss lagen weit über dem Durchschnitt. Farbforscher vermuteten einen Zusammenhang zwischen Farbkonzept und Ausschuss. Damit begann die wissenschaftliche Erforschung der Zusammenhänge von Farben und Arbeitsleistung. Gleichzeitig kam eine farbenfrohe Gestaltung von Büroflächen und Produktionsstätten in Mode.

Was hat die Wissenschaft inzwischen rausgefunden?

Rot aktiviert und das ganz buchstäblich:  Es regt den Kreislauf, den Stoffwechsel und das Immunsystem an. In Räumen sollte Rot deshalb nur als Akzent eingesetzt werden, denn zu viel Rot macht unruhig. 

Orangefarbene Räume – so die Psychologen, fördern die Geselligkeit und wirken gemütlich. Orange gilt deshalb als ideale Farbe für Pausenräume und Räume der entspannten Begegnung. Außerdem macht es sich überall dort gut, wo es wenig Tageslicht gibt.

Gelb dagegen fördere Konzentration, Kreativität und wirke anregend auf Unterhaltungen. Es wird gerne ausgewählt für Konferenzräume. 

Was die Förderung von Innovation und Kreativität betrifft, so ist – laut einer Studie der Ludwig-Maximilians-Universität München – allerdings grün in seiner Wirkung ungeschlagen. Außerdem wirke grün vitalisierend und erfrischend. Eine grüne Wand helfe sich zu konzentrieren und – besonders interessant – sie beruhige, ohne zu ermüden. 

Blau soll Sprachfähigkeiten und klares Denken fördern – klarer Konkurrent mit Gelb im Konferenzraum. Es wird aber auch gerne in Räumen eingesetzt, die der Entspannung dienen. Türkisfarbene Räume wirken dabei kühl, aber persönlich. 

Rosa übrigens wirkt unschlagbar besänftigend. Der Hit aus Amerika und inzwischen verbreitet in Gefängnissen weltweit: die vollrosa gestrichene Beruhigungszelle. Nur 15 Minuten braucht es angeblich, einen Häftling darin von fuchsteufelswütend  in lammfromm zu verwandeln. 

Weiß übrigens ist die ideale Kombinationsfarbe.  Es neutralisiert, hellt auf und belebt. Während Grau als die Farbe vollkommener Neutralität und Zurückhaltung gilt. Es ist unauffällig und wird auch mit Langeweile, Unsicherheit und Lebensangst in Verbindung gebracht. Graue Businessanzüge stellen die Individualität zurück und wirken nüchtern. In Räumen sollte Grau nur als Kombinationsfarbe eingesetzt werden. 

Brauntöne – Erdfarben. Sie vermitteln Geborgenheit und materielle Sicherheit. Braune Räume wirken rustikal, beruhigend und ausgleichend. Erdtöne wie Ocker oder Siena können in nahezu allen Räumen eingesetzt werden.

Farbakzente können Sie natürlich nicht nur durch Wandfarben setzen, sondern auch durch Sofas, Vorhänge, Pflanzen oder andere Accessoires. 

Behaglichkeit durch Karamelltöne und einladende Materialien.

Lichtkonzept in der Büroplanung.

Lichtplanung im Büro bedeutet natürlich und zu allererst die fachgerechte Beleuchtung von Arbeitsplätzen. Dafür gibt es ein paar Grundregeln: Je mehr Tageslicht, desto besser. Es fördert die Leistungsfähigkeit, Aufmerksamkeit und Motivation Ihrer Mitarbeiter. Fenster sollten groß und günstig angeordnet sein. Bildschirme sollten quer zum Fenster stehen, um Reflexblendungen zu vermeiden. Und natürlich sollte die Arbeitsplatzbeleuchtung leistungsstark sein und den gesetzlichen Anforderungen entsprechen. 

Darüber hinaus ist die Beleuchtung allerdings auch ein wichtiges Gestaltungsmittel der Inneneinrichtung. Licht und Farbe gemeinsam sorgen – mit Bedacht eingesetzt - für attraktive Proportionen im Raum. Achten Sie darauf, dass Ihr Beleuchtungskonzept die Architektur unterstützt. Das Licht sollte vorhandene Strukturen unterstreichen, oder betont arhythmische Akzente setzen. Im Zusammenspiel mit der richtigen Farbe kann das Lichtkonzept Räume neu und spannend definieren. 

Lichtelemente sorgen für Dynamik.

Tipps und Tricks mit Licht.

  • Mehr Höhe: Wenn Sie Licht auf den oberen Bereich einer Wand bringen, dann verleihen Sie dem Raum mehr Höhe. Das ist möglich mit Deckenflutern, Wandleuchten oder auch sogenannten Vouten. Das sind Simse, die knapp unterhalb der Decke verlaufen. Eingebaute LEDs sorgen für eine gleichmäßige Lichtverteilung.
  • Nur ein Deckenauslass: Sie haben nur einen Deckenauslass in der Raummitte? Wählen Sie Seil- oder Schienensysteme. Die bringen das Licht überall hin.
  • Eine einzige Deckenlichtquelle: Ein einziges Licht von oben lässt die Wände näher rücken und den Raum kleiner wirken.
  • Mehrere Lichtquellen: Stehleuchten, Tischleuchten – mehrere Lichtquellen verleihen einem Raum mehr Spannung. Akzentbeleuchtung lenkt den Blick des Betrachters – z. B. auf Bilder, Möbelstücke oder eine spannende Wandstruktur.
  • Hohe Räume: Das Licht bei sehr hohen Räumen sollte nur auf die seitlichen Wände gerichtet sein. So wirkt die Decke niedriger und der Raum erweitert sich seitlich.
  • Allgemeinlicht: Achten Sie darauf, dass es dimmbar ist. Dann können Sie es je nach Bedarf regeln.
  • Grundbeleuchtung: Lichtdecken, Vouten oder breit streuende Einzelleuchten spenden eine angenehm-diffuse, gleichmäßige Grundbeleuchtung.
  • Strukturen schaffen: Bringen Sie verschiedene Leuchten in unterschiedlichen Höhen an. Damit verwandeln Sie einen großen Raum in eine Reihe miteinander verbundener und doch einzelner Bereiche.

Akustik – schon im Raumkonzept einplanen.

Lärm ist der erste Faktor, der Unternehmern und Angestellten einfällt, wenn es um Störquellen im Großraumbüro geht. Die gezielte Planung der Raumakustik ist deshalb schon in der Planungsphase von zentraler Bedeutung bei der Einrichtung von Büroflächen, und natürlich auch von Konferenzräumen und Besprechungszimmern. Im Mittelpunkt steht die Reduzierung der sogenannten Nachhallzeit. Das ist die Zeit, die zwischen Erklingen eines Schalls und dessen Abklingen vergeht. Je länger, desto schlechter natürlich – da vermischen sich dann Gespräche, Tastengeklapper und mehr zu einer nervtötenden Geräuschkulisse, die in Großraumbüros schnell bis zu 70 Dezibel erreichen kann. Zum Vergleich: Ein Presslufthammer schafft etwa 90 Dezibel. Aber: Abhilfe ist möglich. Absorbierende Elemente können Nachhallzeiten beträchtlich verringern.

Spannende Leuchten setzen Akzente in Büro und Konferenzsaal.
Schallschutz durch Teppich, Poster und Vorhänge.

Beispiele für absorbierende Elemente: 

  • Dekoration der Fensterbank (Blumentöpfe z. B. schlucken Schall)
  • Sonnenschutzsysteme (möglichst viel Faltenwurf, z. B. Raffrollos, es gilt: je mehr Oberfläche, desto besser)
  • Vorhänge oder Deko-Schals (je dicker, desto besser)
  • hochflorige Teppiche (Baumwollteppiche absorbieren mehr Schall als Kunstfasern) 
  • Holzpaneele an Decken, Wänden oder Schrankfronten 
  • Polstermöbel (Sofas, Liegen oder Sessel – Stoffe sind dabei absorbierender als Leder) 
  • große Kissen Sesseln oder Sofas
  • sogenannte Akustikbilder (das sind Rahmenkonstruktionen mit speziellen Absorbereinlagen)
     
Heller Empfangsraum mit Möbel als Blickfang.

Das Designkonzept in der Büroplanung. Dreidimensionale Markenkommunikation.

Büroräume gehören auch – das wird häufig nicht mitbedacht – zur Markenkommunikation eines Unternehmens und auf die gleiche Weise zu seiner Firmenkultur. Sie wirken nach außen – auf Kunden, die Sie in Ihrer Firma besuchen – genauso wie nach Innen auf Ihre Mitarbeiter. Deshalb sollte das Designkonzept für Ihre Büroräume auch die zentralen Werte und Eigenschaften Ihrer Markenidentität zum Ausdruck bringen. 

Zwei Beispiele: Ihre Firma steht für hochmoderne High-End-Produkte und die effiziente Nutzung allerneuester Technologien? Dann wäre eine verspielte Einrichtung im Retro-Style vielleicht für Mitarbeiter und Kunden die falsche Botschaft. Sie punkten als Anwaltskanzlei mit Sachlichkeit, Expertise und Zuverlässigkeit? Blautöne, solides werthaltiges Mobiliar, eine klare, effiziente und gleichzeitig großzügige Aufteilung der Räume verstärken diesen Eindruck.

Ihre Räume wirken aber auch auf Ihre Mitarbeiter und können Ihre Unternehmenskultur unterstützen. Die Unternehmenskultur besteht in der Regel aus einer Reihe von Werten, Überzeugungen und Verhaltensmaßstäben, die geeignet sind, die Produkte oder Leistungen des Unternehmens hervorzubringen. Um Mitarbeiter täglich an diese Werte und Verhaltensmaßstäbe zu erinnern, hängen manche Unternehmen sie gerahmt an die Wände ihrer Büroräume. Die Inneinrichtung sollte damit nonverbal im Einklang stehen. Ihre Firma arbeitet im direkten Kontakt mit Klienten und steht für verständnisvollen Service? Orange z. B. und komfortable Sitzmöbel vermitteln die passende Botschaft.
 

Edler Arbeitsplatz in Holz und Leder.

Details der Büroplanung: Bürostuhl, Schreibtisch, Bildschirmabstand.

Nach der Beschäftigung mit Raumplanung, Lichtkonzept, der stimmigen Auswahl von Farben, Vorhängen und allem anderen, was das Arbeiten schöner macht, soll nicht vergessen sein: am Ende verbringen Ihre Mitarbeiter den größten Teil ihres Arbeitstages – egal ob in Kanzlei, Praxis oder Agentur – auf einem Stuhl an einem Tisch. Bürostuhl und Schreibtisch gebührt damit eine zentrale Rolle beim Thema Büroeinrichtung. Und man sollte auch hier nicht an Gedanken, Recherche und Planung sparen.

Denn ob die Gesamtkomposition aus Bildschirmneigung, Schreibtischtiefe und Bürostuhleigenschaften Rückenschmerzen bereitet oder nicht, hat einen schwerwiegenden Einfluss auf die Gesundheit und Leistungsfähigkeit ihrer Mitarbeiter. Und so große Folgen für das Gesundheitssystem, dass es eine Reihe von gesetzlichen Vorschriften für Arbeitsplätze gibt. 

Gesetzliche Vorschriften – Schreibtische.

Die Mindestfläche für Schreibtische ist z. B. mit 1,28 m2 gesetzlich festgelegt. Diese gilt gleichermaßen für Bildschirmarbeitsplätze wie auch für Büroarbeitsplätze ohne Bildschirm. Die Tischtiefe bei Bildschirmarbeitsplätzen ist einerseits abhängig von der Größe des Bildschirms und andererseits vom Abstand des Betrachters zum Bildschirm. Hier gilt folgende Faustregel: Bei 17-Zoll-Monitoren sollte der Abstand 70 cm betragen, bei 19-Zoll-Monitoren 80 cm und bei 21-Zoll-Monitoren mehr als 80 cm. Übrigens: Wählen Sie unbedingt eine blendfreie 
Tischoberfläche. Und stimmen Sie Ihr Beleuchtungskonzept auf die Bildschirmarbeitsplätze ab. 

Der geheime Held im Büro: der richtige Bürostuhl. 

Die Wahl der Bürostühle entscheidet ganz wesentlich über die Rückengesundheit und die Leistungsfähigkeit Ihrer Mitarbeiter. Was den Unterschied macht, ist auf den ersten Blick nicht unbedingt zu entdecken. Was Sie grundsätzlich beachten sollten: dass sich Sitzhöhe, Sitztiefe und -fläche sowie Rücken- und Armlehnen einstellen und damit an den jeweiligen Mitarbeiter anpassen lassen.  Zur Auswahl von Bürostühlen gibt es eigene ausführliche Seiten. Hier eine Übersicht über die wichtigsten Merkmale, die Sie dabei beachten sollten.

  • Bürostühle müssen die Anforderungen der DIN 4551 erfüllen (GS-Zeichen)
  • Der Verstellbereich der Sitzhöhe sollte über die geforderte Norm (380-530 mm) hinausgehen
  • Damit die Sitzfläche korrekt eingestellt werden kann, muss die Sitztiefe um mindestens 100 mm verstellbar sein.
  • Der Sitz sollte nicht nach hinten hochgezogen sein.
  • Die Vorderkante des Sitzes sollte abgerundet und weich sein. 
  • Die Sitzpolster wiederum dürfen nicht zu weich sein.
  • Die Rückenlehne muss höhenverstellbar sein. 
  • Eine zusätzliche Höhenverstellung der Lordosenstütze ist empfehlenswert.
  • Der Bürostuhl muss eine Bewegungsmechanik haben. 
  • Armlehnen müssen höhenverstellbar sein und bestenfalls auch in der Breite angepasst werden können.
Bürostuhl: Elementares Detail in der Büroplanung.
Mobile Möbel für eine flexible Raumgestaltung.

Außerdem hilfreich:

  • Suchen Sie die Rollen passend zur Härte des Fußbodens aus. (Harte Rollen für weiche Böden, wie zum Beispiel Teppichböden, weiche Rollen für harte Böden wie zum Beispiel Parkett, Stein oder Linoleum.)
  • Bezüge und Polsterung sollten sich angenehm anfühlen und leicht zu pflegen sein.
  • Abnehmbare Bezüge oder austauschbare Polster können später leichter gereinigt und kostengünstiger ausgetauscht werden.

Ganz wichtig: Der beste Bürostuhl ist nur der gut bei fachgerechtem Einsatz. Lassen Sie Ihre Mitarbeiter durch geschultes Personal in die Möglichkeiten der neuen Bürostühle einweisen.