Das war die imm cologne 2020 – wir waren dabei.

  • Carsten Klesatschek | 25. März 2020

Das war die imm cologne 2020 – wir waren dabei.

Wie wohnen wir in 20 Jahren? Wie machen wir das Beste aus den immer kleineren Grundrissen der Innenstadtwohnungen? Was gibt es Neues und vor allem Interessantes zum Thema Smart Home? Mit diesen Fragen im Koffer sind wir letzte Woche auf die imm cologne gereist. Antworten haben wir dort leider keine gefunden. So gut wie keine.

Während Neubau-Wohnungen in den großen Städten immer kleiner konzipiert werden (Prinzip der Bauträger: kleinere Einheiten zum höheren Quadratmeterpreis verkaufen) – entwerfen die Desinger der großen Möbelhersteller Polsterwelten und Co im XXL-Style. Geschaffen für 300 Quadratmeter-Objekte, die sich keiner mehr leisten kann oder leisten will. Auf unsere Frage, wie das zusammenpasst, kommt vom Messestand die leicht trotzige Antwort: „Es sind ja Module, man kann die ja auch auseinander nehmen.“ Problem: sieht nicht aus. Amputiertes Design zum vollen Preis. Man hängt sich ja auch keinen halben Picasso an die Wand, wenn ein ganzer nicht passt.

Die gute Nachricht: einige Startups haben den Trend erkannt und warten auf mit interessanten Ideen wie z. B. einem Arbeitstisch, der sich per Knopfdruck unter die Decke befördern lässt. Inklusive Unordnung und nicht abgearbeiteter To-Do-Listen. Feierabend: Aus den Augen aus dem Sinn. Das schafft der NOLEX: unser absolutes Lieblingsstück auf der Messe. Auch spannend fanden wir die LED-Tapete squareLED – Licht zum unter die Decke kleben - mit Dimmer-Funktion und in vielen Farben erhältlich.

Die schönsten Fotos haben wir übrigens von den Polster- und Tapetenwelten mitgebracht. Farben zum Kuscheln und Materialien, die Lust machen aufs Anfassen. Bei den Farbtönen haben sich die Designer dieses Jahr kräftig in den 70ern bedient – nicht wirklich neu und schon seit geraumer Zeit auch bei uns im Laden – aber: trotzdem schön.

 

Unser Lieblingsstück: Nolex – eben noch da, schon ist er weg.

NOLEX – der Steh-Sitz Arbeitsplatz, der auf Knopfdruck unter der Decke verschwindet. Entwickelt haben ihn die Jungs von Floating Office in Darmstadt – ganz ohne Unterstützung der großen Möbelhersteller. Die Underdogs auf der Messe: Ein Startup von drei so klugen und sympathischen jungen Männern, dass man ihnen allein dafür ihren NOLEX sofort abkaufen möchte. Muss man aber nicht, denn NOLEX überzeugt durch eine beachtliche Anzahl ganz handfester Gründe.

 

Mit NOLEX gibt es endlich viel Platz zum Arbeiten – und das auch im kleinsten Raum. Denn durch die Aufhängung an Seilen verschwindet er innerhalb weniger Sekunden unter der Decke. Und macht Platz für das, was wirklich (oder auch) zählt: z. B die Yogamatte oder das Lego-Abenteuer mit den Kindern.

Das Beste – er wackelt nicht mal. Und die Arbeit wartet an der Zimmerdecke ganz geduldig genau so, wie man sie hat stehen und liegen lassen, bis sich wieder Zeit dafür findet. Ergonomie? Kann er auch: NOLEX lässt sich individuell und stufenlos einstellen. Sie arbeiten manchmal gerne im Stehen? Kann er auch. Per Taster auf der Tischfläche bzw. Smartphone App ist er stufenlos steuerbar und man kann ihn auf Lieblingshöhen einstellen. Außerdem: er sieht einfach wirklich gut aus. Interessiert? Mehr Infos zu NOLEX sind zu finden unter: www.floating-office.info

Fundstück Nr. 2: squareLED – Die Decke zum Leuchten bringen.

Tapete oder Leuchte? Beides. Die squareLED gibt sich bei Tage als geschmackvolle Tapete – in den Farben weiß, blau, über rosa, rot oder auch grün und gold. Mit der Dämmerung kommen ihre wahren Talente zum Vorschein. Sie beginnt zu glimmen, zu schimmern, zu leuchten. Sie verleiht dem Raum ganz nach Wunsch eine stimmungsvolle Atmosphäre oder macht alternativ auch richtig hell.

Wie das funktioniert? Die squareLED sind Tapeten mit quadratischen LED-Elementen. Sie werden einfach per Wandklebetechnik angebracht und durch ein Installationsset mit dem Stromnetz verbunden. Die LED-Beleuchtung ist warmweiß, dimmbar und über eine App zu steuern. Als Wand bzw. Deckenleuchte einsetzbar. Besonders praktisch speziell auch dort, wo Downlights gewünscht werden, aber Betondecken vorliegen.

Welt aus Farben – Tapeten zum Anfassen.

Braun, Orange – mit einem Schuss Milch – farblich gesehen bewegen wir uns wieder in den 70ern. Eine schöne Sache für alle, die nicht dort groß geworden sind. Oder schöne Kindheitserinnerungen mitgebracht haben. Hier haben wir für uns nichts wirklich Neues gesehen, aber trotzdem viel Schönes gefunden. Besonders gefallen haben uns z. B. die Grüntöne: angenehm und beruhigend und deshalb schon längst bei uns im Laden zu finden. Aber vor allem auch die Oberflächentexturen – sowohl von Wandbelägen als auch von Textilien und z. B. Polstergarnituren haben uns gut gefallen. Muster und Prägungen geben dem Raum mehr Tiefe und machen ihn sinnlicher. Schönheit, die man anfassen will.

Unser Geheimtipp: Smartes fürs tiny home.

Nicht auf der Messe gefunden, aber im World Wide Web: spannende Ideen rund um das clevere Einrichten kleiner Räume. Schauen Sie doch mal hier: www.clei.it

Das war's von der imm cologne und für diesen Monat von mir. Ihnen gefällt mein Blog? Dann schauen Sie unbedingt nächsten Monat wieder rein. Es gibt auf jeden Fall etwas Neues aus der Welt der Objekteinrichtung und Innenarchitektur. Thema? Noch geheim ;) Bis dahin!

P.S.: Bilder vom Steh-Sitz-Arbeitsplatz NOLEX mit freundlicher Genehmigung der Firma floating-office https://floating-office.info